Schutzgasschweissen
Schutzgasschweissen, Schweissen
Durch Schweissen lassen sich Werkstoffe mittels Stoffschluss unlösbar miteinander verbinden. Die Werkstoffe werden an der Verbindungsstelle erwärmt, bis sie teigig oder flüssig sind und sich vereinigen lassen. Nach dem Erstarren der Schmelze sind die Bauteile durch ein gemeinsames Gefüge miteinander verbunden. Um den vielfältigen Ansprüchen zu entsprechen, wurden mehr als 100 unterschiedliche Schweissverfahren entwickelt. Je nach Ablauf des Schweissvorganges unterscheidet man zwischen den Press- und den Schmelzschweißverfahren.
Bei den Pressschweissverfahren erfolgt die Vereinigung der Werkstoffe durch Einwirkung von Wärme und Druck. Beim Schmelzschweißen erfolgt die Vereinigung durch Vermischen der verflüssigten Werkstoffe. Das Schutzgasschweissen gehört zu den Schmelzschweissverfahren. Man unterscheidet hierbei zusätzlich zwischen Metall- und Wolframschutzgasschweissen. Bei diesen Verfahren wird durch bestimmte Gase das Schmelzbad vor den schädlichen Einflüssen der Luft abgeschirmt. Als Schutzgas werden inerte Gase (Edelgase), aktive oder Mischgase verwendet. Aktive und Mischgase haben gegenüber den inerten Schutzgasen den Nachteil, dass sie mit dem Schmelzbad reagieren und die mechanischen Gütewerte der Schweissnaht vermindern können. Diese Nachteile lassen sich aber teilweise durch eine entsprechende Zusammensetzung des Schweisszusatzdrahtes ausgleichen. Die Schutzgasschweissverfahren haben das Gasschmelzschweißen nahezu vollständig verdrängt. Beim Wolfram - Inert - Gas - (WIG) Schweissen brennt ein Lichtbogen zwischen einer nicht abschmelzenden Wolframelektrode und dem Werkstück.